
REHA-Nachsorge |
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Patienten in der stationären psychosomatischen Therapie und Rehabilitation haben zuvor in der Regel über Jahre klinisch relevante Beeinträchtigungen in Wechselwirkung mit ihrer alltäglichen Rollenbewältigung entwickelt. Diesem ersten destruktiven und oft chronifizierenden Lernprozess folgt in der Klinik ein Zweiter: Im Lernsetting Stationäre Psychotherapie können sich die Patienten für einige Wochen ohne den Druck normaler Alltagsanforderungen auf ihre Entwicklung konzentrieren. Verlassen die Patienten danach die geschützte „therapeutische Insel“, stehen Sie vor einem dritten, noch komplexeren, korrektiven Lernprozess. Es gilt nun, die gerade erst erlernten Erlebens- und Verhaltensmuster unter Alltagsbelastungen gegen die über Jahre stabilisierten problematischen Muster aufrechtzuerhalten, situationsspezifisch anzupassen und Transferschwierigkeiten, wie z.B. Erwartungshaltungen der Umwelt etc. zu bewältigen. |
Die Nachsorge beginnt im Laufe des Klinikaufenthaltes schon mit der Zielplanung. Es wird ein individuell gestalteter Entwicklungsplan gemeinsam mit dem Therapeuten erarbeitet, im Laufe des Aufenthaltes modifiziert, überprüft und angepasst bis in der letzten Therapiephase die Transfervorbereitung beginnt und der Patient sich mit anderen Mitpatienten in einer Unterstützungsgemeinschaft wieder findet, die in den ersten drei Monate nach Entlassung eine Selbsthilfegruppe bildet, welche sich in einem eigenen Internetforum wöchentlich mit therapeutischer Unterstützung trifft, um die Transferphase gut zu meistern. Am Ende der therapeutisch angeleiteten Nachsorge findet ein abschließendes Feedback durch den Therapeuten statt. Die Maßnahmen befinden sich gerade in einer Evaluation durch die Universität Lüneburg (Prof. B. Sieland) in Kooperation mit der Vogelsbergklinik. Eine 1 Jahres- Katamnese ist geplant. Ansprechpartner der Vogelsbergklink ist Frau Alexandra Dippel, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Chefärztin. Für nähere Auskünfte wenden Sie sich bitte an die folgende E-Mail Adresse: a.dippel@vogelsbergklinik.de |
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